Tag 7 und 8 – 25. & 26.08.2026
Tag 7: Die Route nach Bilbao
Gestartet bin ich am Morgen in einem Hostel in den Bergen. Ich war am späten Nachmittag dort angekommen. Die Übernachtung hatte ich vorher per WhatsApp gebucht. Mit den anderen Pilgern gab es ein gemeinsames Abendessen. Die zwei Iren waren ebenfalls dort untergekommen, genauso wie der dänische Pilger. Dazu saßen die zwei Ungarinnen mit am Tisch sowie zwei deutsche Frauen. Alle Gesichter hatte ich vorher schon einmal gesehen. Die Stimmung war sehr angenehm, das Essen lecker und der Abend ging schnell vorbei. Genau wie der nächste Morgen.
Die Beine waren immer noch schwer und die Füße schmerzten genau wie am Tag davor. Ich hatte zwei Möglichkeiten. Die erste war, 13 Kilometer zu laufen und am nächsten Tag nach Bilbao zu wandern. Die zweite Möglichkeit war, knapp 25 km zu gehen, um direkt nach Bilbao zu kommen und am folgenden Tag einen Restday einzulegen. Nach den 13 Kilometern war klar, dass es direkt nach Bilbao geht. Der Weg führte über viele Berge und ein paar kleine Orte. Die letzten Kilometer taten aber richtig weh und ich war froh, als ich im Hostel ankam, in dem ich ein Bett für zwei Nächte gebucht hatte.

Tag 8: Ein Tag in Bilbao
In dieser Woche fand in Bilbao ein großes Straßenfestival statt. Am Abend erkundete ich noch etwas die Umgebung, ging dann aber schnell zurück ins Hostel, um mich auszuruhen. Dort kam ich noch etwas mit einer Australierin ins Gespräch, die seit einiger Zeit durch Europa reist. Am Restday ging es dann mal ohne das schwere Gepäck in die Stadt. Die Australierin und ich verabredeten uns für eine kleine Tour durch die Stadt. Ich hatte schon mein Handy gezückt, um eine Route zu den Bereichen rauszusuchen, in denen das Festival stattfand, als sie mich unterbrach. In der Vergangenheit hat sie sich zum Erkunden von Städten eine Farbe ausgesucht, der sie folgt. Für den Tag wählte sie Gelb.
Wir suchten den ersten gelben Gegenstand. Dann den nächsten. So ging es kreuz und quer durch die Stadt. Wir fanden ein kleines Museum, welches wir ohne Eintritt zu zahlen, betreten konnten. Wir machten einen Halt bei einem kleinen, indischen Restaurant (natürlich mit gelbem Logo) und fanden auch so (mit etwas Augen zudrücken) zum Guggenheim-Museum und somit stand weiterhin Kultur auf dem Programm. Ich habe mich vermutlich noch nie so viel mit Kunst beschäftigt wie an diesem Tag. Aber wann hat man auch schon diese Möglichkeiten? Und Spaß hat es definitiv gemacht. Zum Abschluss des Tages ging es dann zum Festival. Die Menschenmassen dort waren schon fast erdrückend. Menschen aus der gesamten Region kommen hier bei viel Live-Musik, Getränken und Aktionen für die Familien zusammen. Der Höhepunkt war ein sehr beeindruckendes Feuerwerk, welches gut 15 Minuten ging.






