Tag 13 und 14 – 31.08. und 01.09.2026

Tag 13 – 31.08.

Nach einem kleinen Frühstück ging es los zusammen mit der Gruppe der letzten Tage.
Wir hatten einen langen Weg an der Promenade vor uns, bevor es mit einem Boot in die Nachbarstadt ging. Auf dem Weg dorthin hatten wir eine interessante Unterhaltung über das Glücklichsein, Erfüllung und Arbeit.


Als wir am Ende des Strands ankamen, folgte die Verabschiedung einer Pilgerin aus der Gruppe. Ich kannte sie nur 2 Tage, aber sie war mir schon ein bisschen ans Herz gewachsen. Sie hat die Menschen um sich herum mitgenommen und war sehr einladend und offen. Eine interessante und liebevolle Person. Der Abschied war insgesamt – vor allem mit den anderen, mit denen sie jetzt schon einige Tage unterwegs war – sehr emotional. Man merkt, dass dort eine wirkliche Verbindung bestand.
Nach dem Übersetzen trennten sich bald unsere Wege. Beim Wandern bin ich gerne alleine, denke nach und genieße die Momente und die Ruhe. Ich mag es aber auch, wenn sich im Verlauf des Tages noch einmal Gespräche mit anderen Pilgern entwickeln. Heute war ich aber für mich und erst eine halbe Stunde vor der Herberge habe ich die anderen wiedergetroffen.


Der Abend war sehr interessant. Wir sind zu einer Herberge in Güemes gepilgert, die sehr viele Plätze hat und auch sehr viel Wert auf ein soziales Miteinander legt. Es gab erst einen (verpflichtenden) Vortrag über die Geschichte der Herberge und des Hospitaleros. Er war zeitweise Priester und hat viel von der Welt gesehen sowie einen sehr vielfältigen Weg hinter sich mit vielen Höhen und Tiefen. Erst danach gab es ein gemeinsames Abendessen mit schätzungsweise 60 Pilgern. Nach dem Abendessen gab es dann noch die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Abend teilzunehmen, bei dem Pilger Musik spielen und singen konnten, wenn sie es wollten.

Tag 14 – 01.09.

Der Weg von Guemes nach Santander. Und dann Boo …


Die letzten Tage gab es in fast jeder Unterkunft das gleiche Problem. Schnarchende Personen. Somit waren die letzten Nächte nicht sonderlich erholsam und der Start in den Tag war etwas zäh. Wir sind in einer Vierergruppe gestartet. Ein junger Ire, dem wir in den letzten Tagen häufiger begegnet sind, wollte sich für den Tag anschließen. Ein sehr netter und sympathischer, aber auch energiegeladener und redseliger Typ. So liefen die ersten Kilometer sehr unterhaltsam ab und wir erreichten die Küste. Hier ging es einige Kilometer vorbei an steilen Abhängen, Klippen und Stränden. Die Aussicht war wirklich unglaublich schön. Die Abhänge gingen dann in Somo, einem Ort kurz vor Santander, in einem 4 Kilometer langen Strand über. An dessen Ende wartete dann erneut ein Boot, welches uns nach Santander fuhr.

Dort trennten sich dann unsere Wege. Der junge Ire wollte sich mit Freunden dort treffen, die Niederländerin wollte am nächsten Tag eine längere andere Route laufen. Da die Stadt sehr unruhig und nicht sonderlich einladend war, setzten ein anderer deutscher Mann und ich unseren Weg fort. Die Route durch die Stadt war nicht angenehm und der Rest des Tages eine mentale Herausforderung. Immerhin konnte ich den Tag entspannt ausklingen lassen, da ich mir ein kleines Apartment für die Nacht gebucht hatte.