Tag 1.2 – 19.08.2026

Neuer Tag, neues Glück. So heißt es doch so schön. Der Tag begann bereits um 6 Uhr morgens, da alle Pilger die Unterkunft bis 7:30 Uhr verlassen mussten. Also startete ich den Camino früh am Morgen erneut.

Mein Tagesziel war Pasaia, was einen reinen Fußweg von etwa 16 km bedeutete. Der Weg führte mich über den schönen Berg Jaizkibel. Es gibt zwei mögliche Routen. Die offizielle führt teilweise um den Berg herum. Der andere führt über den etwa 520 m hohen Gipfel. Die Aussicht auf die umliegende Landschaft und den Atlantischen Ozean hat die Extra-Höhenmeter definitiv wettgemacht. So konnte ich noch einmal einen Blick zurück auf Irun werfen und die gefühlte Unendlichkeit des Atlantischen Ozeans bewundern. Der dann folgende Abstieg war dann aber mindestens genauso anstrengend wie es der Aufstieg war.

Am Ende des Berges wartete dann die Kleinstadt Pasaia. Ein gemütlicher Ort, der zum Verweilen einlud. Hier sollte es eine schöne Herberge in einer Kirche geben, in die ich gerne eingekehrt wäre. Da der Tag aber noch nicht weit fortgeschritten war und auch noch etwas Leben in meinem Körper steckte, entschloss ich mich, die nächste Stadt – Donostia San Sebastián – anzusteuern. Kurzerhand habe ich mir dort direkt eine Unterkunft in einem netten Hostel gebucht. Es folgten weitere Höhenmeter und weitere schöne Ausblicke, bevor ich schließlich Donostia San Sebastián mit seinen schönen Stränden erreicht habe. Einer dieser Stände befindet sich fast an der Route des Jakobswegs und so konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und bin direkt ins kühle Nass. Ein wohlverdientes Ende nach etwas 22 Kilometern Jakobsweg und insgesamt 31 Kilometern in den Knochen. Keine Ahnung, wo die anderen 9 hergekommen sind.